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Patienten ohne Beschwerden
Die Mehrzahl der Patienten mit einer primären Hypertonie weist
jahrelang keinerlei Beschwerden auf. Dabei leben Bluthochdruckpatienten
gefährlich: Die Gefahr, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall
zu erleiden, ist für einen unbehandelten Hochdruckpatienten
im Vergleich zu Menschen mit normalen Blutdruckwerten siebenmal
so hoch. Bei Herzschwäche ist das Risiko viermal, bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
dreimal und bei der arteriellen Verschlusskrankheit zweimal höher.
Kommen weitere Erkrankungen wie Diabetes oder Risikofaktoren wie
Rauchen und Übergewicht hinzu, wächst die Gefahr noch
mehr. 40% der Todesfälle bei Menschen unter 65 Jahren sind
Folgen des Bluthochdrucks.

Medikamentöse Therapie
Die Regulierung der
Weit- oder Engstellung der Gefäße geschieht in unserem
Körper durch komplizierte Hormonsysteme, sympathisches Nervensystem
und Veränderungen von Konzentrationen verschiedener Stoffe,
wie beispielsweise Kalzium oder Natrium in den Gefäßzellen.
Hier greift die medikamentöse Behandlung des Bluthochdrucks
ein. Zu den wichtigsten blutdrucksenkenden Medikamenten gehören
Diuretika, Beta-Blocker, ACE-Hemmer und Kalzium-Antagonisten.
Für jegliche Hochdruck-Behandlung
mit Medikamenten gilt: Sie müssen in jedem Fall
einen Arzt aufsuchen, der entscheiden wird, welches Medikament für
Sie persönlich am besten geeignet ist und ob sie eventuell
auch ohne Medikamente (die meist auch Nebenwirkungen haben) auskommen
können.

Nicht-medikamentöse Therapie
Sie haben mehr Möglichkeiten,
die Höhe Ihres Blutdrucks zu beeinflussen, als Sie vielleicht
glauben – zum Teil ebenso wirksam wie mit Medikamenten. Das
gilt vor allem für Fälle von leichter und Hypertonie im
Anfangsstadium. In einigen Fällen geht es eher ums Tun, in
anderen ums Lassen. Hier eine kurze Zusammenstellung der wichtigsten
Punkte, die in "Bluthochdruck erfolgreich senken" ausführlicher
behandelt werden.
Informieren Sie sich in Selbsthilfegruppen,
in der Apotheke, im Buchhandel und auch im Web über mögliche
Alternativen und Ansätze. Aber - wenden Sie sich bitte immer
zuerst vertrauensvoll an Ihren Arzt oder Therapeuten, wenn Sie Fragen
zur Medikamentation haben.
•Ran an den Speck!
Übergewicht ist ein gefährlicher Risikofaktor für
eine Vielzahl an Erkrankungen, darunter Bluthochdruck. Übergewichtige
scheiden Salz schlechter aus, haben zuviel Noradrenalin im Blut
und oft erhöhte Cholesterinwerte – Faktoren, die den
Blutdruck weiter in die Höhe treiben. Versuche mit übergewichtigen
Hochdruckpatienten haben gezeigt: Eine Gewichtsabnahme von 5 kg
kann eine Blutdrucksenkung um ca. 10 mmHg bewirken.
Das Anstreben eines normalen Gewichtes ist aber nicht
nur für den Risikopatienten, sondern auch im Sinne der Vorsorge
äußerst sinnvoll. Mithilfe des Body-Mass-Index
(BMI) kann man heute sehr genau feststellen, ob ein normales Gewicht
vorliegt oder nicht
•Kräuter statt Salz
Unser täglicher Verbrauch an Salz liegt bei 10 - 12 Gramm –
sehr viel für Gesunde, viel zu viel für Hypertoniker!
5 - 6 Gramm pro Tag als Limit können bereits eine leichte Blutdrucksenkung
bewirken – wer mit 3 Gramm auskommt, kann sich über deutlich
niedrigere Werte freuen.
•Wie wär’s mit einem Obstsaft?
Alkohol sorgt für eine vermehrte Ausschüttung der Stresshormone
Adrenalin und Noradrenalin. Außerdem macht er dick –
und auch das erhöht den Druck auf die Gefäße. Ein
Liter Bier treibt bei Hypertonikern den Blutdruck um 5 - 10 Einheiten
in die Höhe. Maßvoller Alkoholkonsum bedeutet für
Männer ein großes Bier (0,5 l) oder ein Viertel Wein
(0,25 l), für Frauen ein kleines Bier (0,25 l) oder ein kleines
Glas Wein (0,125 l).
•Ein letzter Zug ...
Das beim Rauchen eingeatmete Kohlenmonoxid bindet sich
an die roten Blutkörperchen, die dadurch weniger Sauerstoff
transportieren können. So kann das schädliche LDL-Cholesterin
im Blut die Gefäßwände leichter angreifen. Außerdem
ist die Blutgerinnung bei Rauchern herabgesetzt, was zu vermehrten
Ablagerung an den Gefäßwänden führt. Alle Faktoren
sorgen gemeinsam dafür, dass der
Blutdruck steigt. Wem es gelingt,
das Rauchen ganz aufzugeben, wird belohnt:
Die geschädigten Gefäße können sich mit der
Zeit weitgehend erholen.
•In Bewegung bleiben
Krafttraining und Hochleistungssport sind hier nicht gefragt –
sanfte, ausdauernde Sportarten
wie Radfahren, Walking, Wandern oder Schwimmen können Ihren
Blutdruck dauerhaft senken. Wem selbst das zuviel ist – zwei
Stunden Spazierengehen pro Woche können auch schon eine Menge
bewirken.
•Was für’s Herz
Eine Studie aus den USA hat gezeigt: Hund und Katz können ihren
Besitzern dabei helfen, den Blutdruck zu senken. Einfach streicheln
– und wohlfühlen!
•Relax!
Ob autogenes Training, Walking, Meditation oder Yoga – alles,
was Sie entspannt, tut Ihnen gut und senkt den Blutdruck. Auch ausreichender
Schlaf ist wichtig für den Abbau von Stress weiter
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